[Rezension] Nur diese eine Nacht


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Autor: Gayle Forman
Titel: Nur diese eine Nacht
Originaltitel: Where she went
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978-3-442-38405-1
Preis: 8,99
Zusammenfassung:
Nur diese einen Nacht ist die Fortsetzung von Formans Wenn ich bleibe. 4 Jahre sind vergangen, seit Mia aus dem Koma erwacht ist. Adam ist tief traumatisiert. Er kann immer noch nicht glauben, dass Mia ihn verlassen hat. Aus seiner Trauer entstanden die Songs, die Shooting Star zum großen Welthit gebracht haben. Aber auch Mia ist nun renommierte Cellistin. Kurz vor der Welttour beschließt Adam, Mia noch einmal zu sehen...





Cover:


Das Cover steht dem Vorgängercover im Grunde genommen nichts nach, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie ähnlich aufgebaut sind. Ich mag beide Cover, und finde auch hier, dass es sehr ansprechend wirkt.

Leider nicht gelungen.


Das erste Buch, wenn ich bleibe, hat mich wirklich bewegt. Besonders schön war die Tatsache, dass das Buch mehr geboten hat, als eine normale Liebesgeschichte. Es ging um Liebe, aber auch um Tod und Leidenschaft. Mit dem mehr oder wenigen offenen Ende kam in mir das Bedürfnis auf, mit den Figuren, mit Mia und Adam, mehr Zeit zu verbringen. Das war, wie ich glaube, das Verhängnis für das zweite Buch.

Dieses Buch war leider etwas enttäuschend. Erzählt wird die Geschichte aus Adams Perspektive. Ähnlich wie im ersten Buch wird mit vielen Rückblicken aus Adams Erinnerung gearbeitet. Wie das erste Buch ist das hier sehr detailliert und sensibel. Stilistisch wie auch inhaltlich hat sich das Buch aber komplett verändert. Während Wenn ich bleibe noch sehr lebhaft aus der Sicht Mias beschrieben wird, ist dieses hier impulsiv und launisch. Es bringt Adams Sicht besonders gut zur Geltung und hat mir auch gut gefallen.
Was mich wirklich traurig gemacht hat, was die Tatsache, dass ich die Charaktere zum einen nicht wiedererkannt habe, zum anderen sie mir ziemlich unsympathisch waren. Adam machte mich mit seinem Verhalten regelrecht aggressiv. Ich habe mich dadurch sehr von ihm distanziert und damit auch von der gesamten Geschichte. Mia rückt natürlich durch den Schreibstil und die Perspektive in den Hintergrund. Aber auch sie ist mir durch ihre überzogene Art nicht wirklich nahe gekommen. Im Laufe des Buches fühlte sich die Handlung zunehmend konstruiert und gezwungen an. Zwar ist die Geschichte vornehmlich eine Liebesgeschichte, doch wird man das Gefühl nicht los, dass das Buch nur dazu dient, dass die Charaktere weiter existieren können, dass man mehr Zeit mit ihnen verbringen kann. Die Rechnung geht leider gar nicht auf, denn wenn man es so sieht sind beide nicht diejenigen, die sie noch in Wenn ich bleibe waren.

Fazit und Empfehlung:

Forman hat mich leider enttäuscht, obwohl ich die Idee und die stilistische Umsetzung sehr gut fand. Adams Gefühlswallungen wurden sehr gut herausgearbeitet und auch die Mischung aus Rückblicken und Jetzt-Zeit empfinde ich als gelungen. Leider hat das Buch trotzdem viele Lücken, die sich nicht stopfen lassen. Wie bereits am Anfang gesagt, hat man durch das offene Ende von Wenn ich bleibe ein Bedürfnis danach, eine Fortsetzung zu haben. Das führt aber auch zu hohen Erwartungen, die dieses Buch nicht erfüllen konnte.
Wenn ich mich von der Tatsache entferne, dass es die Fortsetzung zu Wenn ich bleibe ist, würde ich dem Buch 3 Schmetterlinge geben. Aber letzten Endes ist es für diejenigen, die die gleichen Erwartungen wie ich haben, definitiv nicht zu empfehlen.




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